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Shrimps, Bockwurst und asoziale Parkerei

von n1Ls am Donnerstag, 15. Oktober 2009 um 22:09 Uhr, abgelegt in Mein Leben

Ich habe festgestellt, dass ich eigentlich viel zu oft selten über Essen im Allgemeinen schreibe und an und für sich auch sonst alles, was damit auch nur im Entferntesten  zu tun hat. Das ist aber eigentlich überhaupt nichts negatives. Da gehöre ich noch zu der Sorte Mensch die noch bewusst genießen kann und sich vor allem auch Zeit nimmt. So wie gestern Abend beispielsweise. Da war ich mal wieder ganz der Freizeit-Gourmet. Im Grunde genommen knüpfen diese Zeilen hier fast nahtlos an den vorletzten Artikel an. Dort erwähnte ich bereits, dass ich unter anderem mit meinem Cousin gepflegt essen gehen werde und das tat ich auch.

Ich glaube so übertrieben lustig habe ich schon lange nicht mehr diniert. Man befand sich in einem Restaurant in Bad Wildungen, bei dem man im ersten Moment den Eindruck hat, dass die Inneneinrichtung nicht ganz auf der Höhe der Zeit ist, dennoch hübsches Ambiente. Mir war von vorn herein klar, dass mich eine Hauptspeise alleine an dem Abend nicht sättigen würde. Daher war es eine sehr gute Wahl den Shrimps Cocktail als Vorspeise zu vernaschen. Anschließend freute sich mein Gaumen über ein Angus-Rinderfilet mit einer Portion Pommes und reichlich Salat. Ich hatte tatsächlich bei jedem Bissen den ich abgeschnitten habe ein Grinsen im Gesicht. Süß, nicht wahr? Und da hätten wir auch schon die perfekte Überleitung zum Nachtisch. Vanilleeis mit Schokosauce und Sahne. Meine Güte, danach war ich echt bedient.

Abschließend haben wir uns dann nochmal in den Pub gesetzt und ich weiß wirklich nicht, ob wir so hungrig aussahen oder was um alles in der Welt den Barkeeper dazu veranlasste uns Bockwurst auf den Tisch zu stellen. “Habe vorhin zu viel gemacht, na wie wärs!?” Ich glaube mein Kopf hat ja gesagt und mein Magen nein. Oder umgekehrt. Natürlich habe ich die Bockwurst auch noch verdrückt und das eigentlich ohne lange zu zögern. Im übrigen sehr schmackhaft. Auf der Karte steht das allerdings irgendwie gar nicht drauf. Das fand ich minimal merkwürdig. Werde beim nächsten Besuch nachfragen.

Auf der Heimfahrt habe ich dem Fahrer einen absoluten Monsterstreich gespielt, bei dem ich anfangs nie ernsthaft daran geglaubt hätte, dass das so ein Kracher wird. Man warte bis das Opfer in eine Kurve fährt, den Blinker setzt und hoffentlich auch den Kopf weit genug dreht. In dem Moment macht man dann schnell die Warnblinkanlage an und amüsiert sich anschließend köstlich darüber, dass der Fahrer sich nach abschalten des Blinkers wundert, warum das Ganze nun plötzlich in beide Richtungen geht. Was folgte, waren hektische Versuche, den Blinker endgültig abzuschalten. Es gelang jedoch nicht und die besagte Person hat tatsächlich nicht gerafft, dass das Warnblinklicht an war. So viel zum gestrigen Tag.

Vorhin hat es dann noch jemand komplett auf die Spitze getrieben, in dem er frech über zwei Parkplätze geparkt hat, so dass ich einige hundert Meter weiter fahren musste. Die Tatsache, dass ich dann weiter laufen musste hat mich nicht mal gestört, aber dieses rücksichtslose Verhalten ging mir dann doch so gegen den Strich, dass ich ihm einen Zettel mit folgendem Inhalt unter den Scheibenwischer geklemmt habe: “Das ist echt ganz schön asozial, wie Sie hier eingeparkt haben”. Manchmal sollte muss man seinem Ärger einfach Luft machen.

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1 Kommentar

  • honighummel

    nein nils, richtig wäre “entschuldigen Sie bitte, aber das ist echt ganz schön asozial, wie Sie hier geparkt haben”, wir wollen doch bitte höflich bleiben :D

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