Freitag, 15.01.2010, Randnotizen
Es wird Situationen im Leben geben, da weiß man einfach nicht wie man möglichst richtig im ersten Moment reagieren soll, denn sie sind neu, kommen meist plötzlich und vollkommen unerwartet. Man hat Angst vor dem was kommt, was wird. Hat man alles richtig gemacht? Die richtigen Entscheidungen getroffen? All das zeigt sich meist nach einer langen und quälenden Zeit während einem tausende von Gedanken wie Blitze durch den Kopf schießen. Das ging sicher jedem schon mal so. Glaube ich zumindest. Ich stelle diese Behauptung einfach mal auf. Ohne jegliche Psychologiekenntnisse.
Man wirft einen Blick in den Spiegel. Ein Blick darüber hinaus, wie man aussieht, wie man gerne aussehen würde oder wie es die Medien von einem erwarten. Nein. Mitten drin. Wer bin ich? Was mache ich eigentlich hier? Wo will ich hin? Drei simple Fragen auf die man dann einfach keine Antwort findet und man das Gefühl bekommt, dass sich das eigene ich im Spiegel immer weiter von einem selbst distanziert.
So sehr man auch versucht irgendwo zwischen den Zeilen zu lesen, die Wahrheit die man gerne hätte bleibt leider zu oft im Verborgenen liegen. Sie scheint unerreichbar.
Beim Lesen dieser Zeilen könnte man meinen ich wäre vielleicht schlecht drauf oder sogar depressiv. Nein, weder noch. Nur nachdenklich. Und jedes Mal wenn ich dann Texte wie diese hier verfasse, habe ich das Gefühl, dass sich meine Gedanken in meinem Kopf einfach wieder etwas mehr geordnet haben. Kein riesiges Chaos mehr. Vielleicht (nur noch) ein kleines.
Man sollte solche Artikel nicht zu engstirnig betrachten. Es sagt ja niemand, dass ich so etwas immer selbst erlebt haben muss um drüber zu schreiben. Aber das verstehen die meisten einfach nicht. Die lesen deinen Blog und denken einfach nur das der Typ bestimmt nicht mehr alle Latten am Zaun hat, ohne ihn jemals gesehen zu haben, geschweige denn ein Wort mit ihm gewechselt. Aber so ist das nun mal. Man lebt von Klischees und Vorurteilen. Herzlichen Glückwunsch. Dabei will ich selbst eigentlich nur zum Nachdenken anregen.
Ein letzter, gut gemeinter Rat: Geht mal raus an die frische Luft und genießt einfach die Zeit.
Danke fürs Lesen.
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Charlie: „Ich bin Künstler Alan, ich male mit Worten.”
Alan: „Du bist Trinker Charlie, du malst mit Erbrochenem.”Two and a Half Men


