Keine halben Sachen… beim Backup
Ich glaube ich war 13 oder 14, als ich meinen ersten PC bekam, so genau weiß ich das schon gar nicht mehr. Auf diese technische Errungenschaft folgten weitere, wie zum Beispiel meine erste Digitalkamera… wenn man die denn überhaupt so nennen kann.
Es handelte sich hierbei um eine Aiptek PenCam. Die Auflösung war so grottenschlecht, dass es vielleicht manchmal besser gewesen wäre entsprechende Momente mit Wasserfarben oder Buntstiften festzuhalten.
Dennoch entstanden mit diesem Teil meine ersten digitalen Meisterwerke. Selbst Videos ließen sich damit aufnehmen. Von dieser Funktion machte ich zu meiner aktiven Zeit als Freizeit-Skater sehr gerne Gebrauch.
Der Ordner in dem ich diese Sachen abspeicherte wurde immer größer, genau wie jener, in dem sich damals meine Musik befand. Größtenteils von Interpreten die ich seiner Zeit erst anfig zu mögen und heute teilweise immernoch mit allergrößter Leidenschaft höre. Einst waren das unter anderem natürlich System Of A Down, Nirvana, Fatboy Slim oder Rage Against The Machine.
Man ahnt vielleicht worauf ich hinaus will. Doch keine Sorge, ich werde nicht weiter um den heißen Brei herumschreiben, denn der Tag kam an dem es gewaltig knallte – zumindest irgendwo in meinem damaligen Windows XP.
Vermutlich war es einer dieser wunderschönen Sommertage, an denen man nachmittags zum Angeln auf den See fährt oder zur Abendstunde mal gepflegt grillen geht.
Jedenfalls war der Schock über den unwiederbringlichen Verlust der Daten doch relativ hoch. Natürlich machte ich mir in dem Alter noch keine Gedanken über ein Backup oder ähnliches, doch das sollte sich wenig später ändern.
Immerhin gelang es mir, beziehungsweise damals wohl eher meinem Bruder, zumindest ein Bruchteil der Daten wiederherzustellen.
Die Zeit verging ohne die Investition in eine externe Festplatte, um meine Daten ausreichend zu sichern. Stattdessen legte ich mir eine neue Kamera zu. Es war die Kodak mc³ mit sagenhaften 0,3 Megapixeln und das beste überhaupt an dem Teil war, dass ich damit auch Musik hören konnte. Quasi mein erster mp3-Player wenn man so will.
Viele Bilder, Videos und etliche Monate später wäre mir mein System dann fast schon wieder komplett abgestürzt. Ich erspare euch einfach mal die Details, um euch nicht noch mehr zu langweilen. Ich beschloss letztendlich doch mir externen Speicher zuzulegen und so baute ich in meinen damaligen Computer eine neue Festplatte ein und baute die alte in ein externes Gehäuse. E voilà: mein erstes Backup.
Das ging erstaunlicherweise einige Jahre gut, bis auch die zweite, größere HDD an ihre Grenzen stieß. Ich verkaufte also den Rahmen mit beiden Platten (logischerweise ohne Inhalt und formatiert etc. pp.) und gönnte meinem PC abermals mehr Speicherplatz in Form von satten 500GB. Doch wohin nun Daten zwischenlagern, im Falle eines erneuten Verlusts. Ich schob das Ganze natürlich mal wieder etwas auf und kaufte mir dann schließlich doch eine externe 2,5″ Festplatte (Western Digital Passport 250GB) welche ich übrigens heute noch besitze.
Der rasanten technischen Entwicklung sei dank reichte das irgendwann auch nicht mehr aus und außerdem konnte ich riesige Datenmengen selten transportieren, weil ja die kleine schwarze meist mit meinem Backup gefüllt war, also auch keine Dauerlösung.
Mein gut sortierter Musik-Ordner wuchs und auch meine Bilder-Sammlung erweiterte sich mit wunderschönen langweiligen Landschaftsaufnahmen und natürlich Fotos diverser Partys, Konzerte, Geburtstage oder auch von Klassenfahrten.
Ein Teil von mir. Erinnerungen. Verständlich, dass man da nach einer Möglichkeit sucht, diese einmaligen Dokumente möglichst gut zu sichern oder nicht?!
Ende letzten Jahres kam mir dann – meiner Meinung nach – die Idee für ein absolutes Optimum , welches ich auch wenige Wochen später in die Tat umsetzte.
Da die Preise für Elektronik derzeit eigentlich weitestgehend im Keller sind, beschloss ich mir eine normale 3,5″ Platte mit 500GB zuzulegen und diese inklusive wichtiger Daten (dank eines einmaligen Angebotes) in einem Bankschließfach zu verstauen. Ja, ihr habt richtig gelesen und ja ich habe noch alle Latten am Zaun.
Welch hoher finanzieller Aufwand möchte jetzt vielleicht so manch einer denken, aber das ist Quatsch. Natürlich kann und will ich auch hier nicht weiter auf Details eingehen, aber lasst euch gesagt sein, dass es mich keinen Cent kostet, meine fast schon digitales Leben so sicher zu lagern.
Gelegentlich werde ich dieses extreme Backup auf dem aktuellsten Stand bringen, aber glaubt mir Leute, wenn ihr so wie ich tausende von Bildern und etlichen anderen persönlichen Kram besitzt, welcher bei Verlust nie wieder das Tageslicht erblicken würde, dann werded ihr vielleicht auch mal auf ähnliche Gedanken kommen.
P.S.: Macht euch gar nicht erst die Mühe. Es ist alles wunderschön verschlüsselt…
3 Comments
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Vor einem Jahr
- 11.02.2011 Kein Beitrag :(
- Illegale radikale digitale Fans! » 1 day ago
- RT @DrSolidian: Am Wochenende gehe ich in den Zoo und verteile Eis an die Bären. Anschließend schreibe ich auf die Infotafeln "Eisbären" » 1 day ago
- RT @EtienneToGo: So wahr! Eigentlich kannst du das Toast direkt wegschmeissen, wenn du es nicht sofort nach dem rausholen gebuttert hast. » 3 days ago
Zufallszitat
Das Gegenteil von Mut in unserer Gesellschaft ist nicht Feigheit sondern Anpassung.
Rollo May



Und ich dachte schon ich wäre Paranoid mit meinen Backups :-D
haha freak :D… ich glaube das sollte ich auch mal tun :D
aber wie kommts, dass dir 500 GB ausreichen?
Für Bilder, Videos, persönliche Dokumente und maximal noch Musik reicht mir das locker…
Filme & Serien etc. sind ja bei dir auch keine “einmaligen” Daten, du verstehst?