Google vs. My Estate – Part 1

22. August 2010

Eigentlich wollte ich das Ganze Google vs. My Crib nennen, stellte dann aber fest, dass ich für das englische Wort crib eine völlig falsche Übersetzung in meinem Kopf hatte. Das kommt davon, wenn man zu viel MTV schaut und in der Schule nur business skills vermittelt bekommt. Zurück zum Thema.

Google Street View macht ja derzeit nicht nur die Runden durch die (gesamte) Blogosphäre, sondern auch durch allgemeinen Medien wie Fernsehen, Rundfunk und TV. Grund genug für mich die Thematik auch mal zu behandeln. Im wesentlich geht es derzeit darum, dass sich laut einer Umfrage 52% der Deutschen dagegen aussprechen, dass ihr Haus im Internet aus der Straßenperspektive sichtbar wird. Hinzu kommt natürlich die berichtigte negative Einstellung gegenüber Google was den Datenschutzfirlefanz angeht. Der Konzern wird ja des Öfteren gerne mal als die Datenkrake überhaupt bezeichnet. Teilweise sicherlich nicht zu unrecht.

Damit jeder weiß wie die Autos in etwa aussehen, wenn sie bei einem vor der Haustür herumfahren hier nochmal eine kurze Bilderstrecke mit Aufnahmen von der CeBIT aus dem März diesen Jahres:

Man sollte allerdings beachten, dass der Webdienst wohl erst mit den 20 größten Städten in Deutschland starten wird. Bis so eine Kiste auch tatsächlich durch Buhlen, Löhlbach oder Böhne fährt wird also noch einige Zeit vergehen. Wer dennoch verhindern möchte, dass das eigene Anwesen von Google abgelichtet bzw. dafür sorgen möchte das es unkenntlich gemacht wird hat immernoch die Möglichkeit dazu.

https://streetview-deutschland.appspot.com/submission

Der Spaß ist nun in drei Abschnitte eingeteilt: Nutzungsbedingungen, Standort angeben & Verifizierung. Ein kurzer Auszug aus dem ersten Teil.

Da wir einige Zeit benötigen, um Ihren Antrag zu bearbeiten und die Abbildungen vor ihrer Veröffentlichung in Street View (auch in den entsprechenden Rohdaten) unkenntlich zu machen, können wir diesen Dienst für Gebäude/Grundstücke in den o. g. Städten nur bis zum 15.10.2010, 24:00 Uhr, zur Verfügung stellen.

Es ist also noch reichlich Zeit vorhanden. Man klickt auf Weiter und gelangt zur Angabe des Standorts.
Hier eben die eigene Adresse durchklimpern und wenn man dann auch noch die Karte aktualisiert sollte man seine eigene Hütte aus der Vogelperspektive sehen.
Dann kann man noch ein paar Details zur Anzahl der zu sehenden Stockwerke machen und eine kurze Beschreibung wie die Hütte von außen aussieht. Ist allerdings kein Muss. Nochmal auf Weiter geklickt und man landet bei der Verifizierung. Vielen Dank, Sie haben Ihren Antrag erfolgreich eingereicht. Dann gibts noch eine E-Mail und per Post sollte auch noch etwas in den Briefkasten flattern.

Wer gut aufgepasst hat und die Zeilen nicht nur überflogen hat wird feststellen, dass ich den Kram jetzt tatsächlich auch so ausgefüllt habe. Nun das hat mehrere Gründe. Zum einen bin ich natürlich stets bemüht den Lesern möglichst viele (interessante) Informationen mitzugeben und nicht nur Unfug und alberne YouTube-Videos von keyboardspielenden Katzen. Zum anderen bin ich selbst daran interessiert wie das Ergebnis nachher aussieht. Außerdem will ich, dass Google nur wegen mir noch mehr Arbeit hat. Gnihihihi…

Part 2 wird folgen, wenn ich Post vom sympathischen Verein aus Kalifornien bekomme… stay tuned!

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2 Kommentare

  1. Vorsicht, Ironie sagt:

    “Googles Streetview macht eine militärische Invasion einfach und zu
    diesem Zweck wurde Googles Streetview entwickelt! Mit den
    Straßenaufnahmen ausgerüstet, kann selbst die Armee von Burkia Faso
    einen beliebigen deutschen Ort im Handstreich einnehmen. Aber warum
    sollte z.B. die Armee von Burkina Faso über einen deutschen Ort
    herfallen? Die Antwort ist einfach: Mit den Fotos der hübschen
    Reihenhäuschen und gepflegten Vorgärten werden Begehrlichkeiten
    geweckt! Erst neulich hat mich eine Liebesdienerin in Rio de Janeiro
    gefragt, ob ich sie mit nach Deutschland nehme. Und Rio ist -
    zumindest in Teilen – gar kein schlechter Ort! Um wieviel mehr sind
    also die Burkina Fasöer an einer Eroberung Deutschlands interessiert!
    Oder die Nigerianer oder Eritreaner!”

  2. [...] Denkanstöße bieten hier auch die Blogs von CARTA und n1ls.de was mit uns noch so [...]

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