Kamerawechsel

Dez 3, 2011   //   by n1Ls   //   Mein Leben  //  No Comments

Bewusst meine ersten Bilder geschossen habe ich mit einer knallroten, analogen Kamera die ich bei einem Gewinnspiel des örtlichen Kreditinstituts zum Weltspartag gewonnen hatte. Das dürfte genau genommen wahrscheinlich noch im letzten Jahrtausend gewesen sein. Als junger, naiver Lausbub erfasste allerdings auch mich ziemlich schnell der Hype um die Digital-Fotografie und ich kaufte mir tatsächlich eine Aiptek Pen Cam deren Auflösung schlechter war als die meiner heutigen Webcam. Auf Grund der kompakten Größe machte das knipsen aber durch aus Laune und es steckte eigentlich sowieso immer in meiner Tasche.

Als nächstes musste natürlich ein vernünftiger mp3-Player her. Jetzt fragt ihr euch was das mit fotografieren zu tun hat. Ganz einfach, die geniale Idee von Kodak ein portables Musikabspielgerät, eine Kamera und quasi einen Camcorder in einem Gerät zu vereinen. Kodak mc³ hieß das Teil. Für diesen genialen Namen haben die sicherlich tagelang (zugekifft) mit 20 Leuten am Konferenztisch gesessen…

Die Idee alles in einem Apparat zu haben gefiel mir so gut, dass diese Überlegung auch Auswirkungen auf die Wahl meines damaligen Mobiltelefons hatte. Im Jahre 2005 veröffentlichte Sony Ericcson eine sehr gelungene Symbiose zwischen Handy und mp3-Player, das W800i. Fortan machte ich meine Bilder mit den eingebauten 2Megapixeln. Für heutige Verhältnisse natürlich vollkommen lachhaft, doch ich war zufrieden und schaffte es mit einer Aufnahme sogar in die lokale Tagespresse.

Wie ein Immigrant gingen die Jahre ins Land und ich fotografierte ungefähr fünf Jahre lang mit diversen Funkfernsprechern. Hat man ja eh immer dabei, diese kleinen Alleskönner.
2010 hat mir das dann alles nicht mehr gereicht. Foto hier, Foto da ist ja ganz schön, aber ich wollte mehr und stoß stieß (Präteritum) immer mehr an meine Grenzen. Ich war mir sicher, dass es beim digitalen bleiben sollte aber schwankte lange zwischen einer normalen Kompaktkamera, einer Bridgekamera und einer digitalen Spiegelreflexkamera. Letztendlich wurde es eine Bridgekamera, genauer gesagt eine Canon PowerShot SX20 IS, welche Eigenschaften von Spiegelreflexkameras und Kompaktkameras vereinigte.

Das Fotografieren mit dieser Kamera machte durchaus sehr viel Spaß und dank des ausklapp- und drehbarem Displays konnte man Aufnahmen aus den ungewöhnlichsten Winkeln mühelos umsetzen. Super war natürlich auch der 20-fach optische Zoom mit dem man sich teilweise schon wie ein Paparazzi vorkam. Das Einzige was mich aber immer mehr zu stören begann war das Rauschverhalten der Kamera, teilweise schon bei ISO 100 und ich begann zu überlegen, wie ich befriedigendere Ergebnisse erzielen könnte.

Ein Jahr und gute 5.000 Aufnahmen später entschloss ich mir eine digitale Spiegelreflexkamera zu gönnen. Ich blieb Canon treu und kaufte mir vor circa einem halben Jahr die Canon EOS 600D. Endlich war ich da angekommen, wo ich schon lange sein wollte. Endlich gab es Aufnahmen, mit denen ich zu 100% zufrieden war und es macht mir mittlerweile wieder Spaß mich auch mal mit dem theoretischen Teil auseinanderzusetzen. Seit dem versuche ich möglichst viel über Belichtung, Brennweiten, Blende & Co. zu lernen.

In diesem Blog könnt ihr mich also in Zukunft verstärkt dabei begleiten wie ich mich und hoffentlich auch die Leser mit neuen Aufnahmen beglücke.

Stay tuned.

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#12
Da müsst ihr euch aber nen neuen Vorstand holen - mit uns eben nicht.


  Uli Hoeneß